Wege aus einer psychischen Krise
NetzWerk psychische Gesundheit vorgestellt
Hamburg, 28. Oktober 2011. Ein neues Modell der psychiatrischen Versorgung wurde heute im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Modell mit dem Namen NetzWerk psychische Gesundheit wurde von der Techniker Krankenkasse und der abitato Managementgesellschaft seelische Gesundheit gGmbH entwickelt. In Hamburg wird es seit 01. Juli 2011 von der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll im Hamburger Norden und vom Nussknacker e.V. im Hamburger Westen umgesetzt. Die übrigen Hamburger Regionen kommen Anfang 2012 hinzu.
Im NetzWerk psychische Gesundheit können Patienten so weit ambulant unterstützt werden, dass sie trotz ihrer Erkrankung im gewohnten familiären, beruflichen und sozialen Umfeld bleiben können.
Eine solche ambulante Behandlung im gewohnten Lebensumfeld sah das bisherige Gesundheitssystem nicht vor: Hier ging es bei psychischen Krisen vor allem um Akutbehandlung, und das bedeutete in den allermeisten Fällen einen Krankenhausaufenthalt.
Das neue Versorgungsangebot bietet dagegen auch in Krisen eine Unterstützung außerhalb des Krankenhauses. Die Patienten können bei Bedarf 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr eine Betreuungsperson anrufen, die sie kennen. Außerdem steht den Patrienten ein Einzelzimmer in einer Krisenpension zur Verfügung, wo sie von ihren Betreuern unterstützt werden.
"Oft genügt das Wissen, dass man jederzeit anrufen könnte, um eine sich anbahnende Krise abzumildern. Oder es hilft das Gespräch selbst, ob abends, nachts oder am Wochenende", so das Vorstandsmitglied der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll, Dr. Stephanie Wuensch, während des Pressegesprächs.
Auf dem Pressegespräch äußerten sich auch die Hamburger Senatorin für Gesundheit, die Leiterin der TK-Landesvertretung in Hamburg, Angelika Schwabe, der Geschäftsführer der abitato, Stephan Meyer-Kaven sowie der Dekan des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf, Prof. Uwe Koch-Gromus.





