Verein
Freundeskreis Ochsenzoll e.V
Auf der Mitgliederversammlung am 11.12.2006 haben die anwesenden Mitglieder mit der erforderlichen ¾ Mehrheit dem Antrag des Vereinsvorstandes zur Auflösung des Vereins Freundeskreis Ochsenzoll e.V. zugestimmt.
Der Verein war 1974 durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll sowie Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen gegründet worden.
Mit seiner Gründung hat sich der Förderverein des psychiatrischen Krankenhauses Ochsenzoll zunächst zu einem Träger rehabilitativer sozialpsychiatrischer Maßnahmen und dann zum Stifter entwickelt. Er verstand sich als Partner der klinischen Psychiatrie.
Aufgabe des Vereins war es, in der Öffentlichkeit das Verständnis für seelisch und körperlich Behinderte zu wecken und die Bürger zu tätiger Mitverantwortung an dem Schicksal dieses Personenkreises aufzurufen.
Der Verein unterstützte Aktivitäten, welche über die von den Krankenhausträgern wahrgenommenen Aufgaben hinaus dazu geeignet sind, die Lebensbedingungen psychisch und körperlich Kranker und Alterskranker zu verbessern und ihre spätere soziale Wiedereingliederung zu erleichtern.
Zu den Aufgaben des Vereins gehörte bis 2004 auch die Trägerschaft und der Betrieb stationärer, teilstationärer und ambulanter Einrichtungen zur Rehabilitation, Betreuung und Versorgung psychisch und körperlich kranker und alterskranker Menschen. Diese Aufgabe (Trägerschaft) war bereits 2005 an die Stiftung übergegangen.
Aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre ist die Vereinsauflösung ein folgerichtiger Schritt. Denn mit dem Verkauf des städtischen Krankenhauses Ochsenzoll an einen privaten Anbieter und dem mit dem Eigentümerwechsel verbundenen Verlust der Gemeinnützigkeit der Klinik hatte der Verein Freundeskreis Ochsenzoll e.V. als Förderverein seine Bedeutung verloren.
Und mit Gründung der gleichnamigen Stiftung im Jahr 2005 übertrug der Verein als Stifter nicht nur seine Gesellschaften, sondern auch den ideellen Zweck und schließlich seinen Namen an die Stiftung. Aus Vereinsmitgliedern waren Stifter geworden.
Vor allem die nach der Stiftungsgründung bestehende Doppelstruktur aus Verein und Stiftung hatte es bisher deutlich erschwert, engagierte Vereinsmitglieder in Stiftungsaktivitäten einzubinden. Zur Erfüllung ihres Zweckes - der Verbesserung der Lebensbedingungen psychisch kranker Menschen - ist die Stiftung aber auf dauerhafte begleitende, beratende und unterstützende Mitwirkung durch Förderer und Freunde angewiesen.
Mit der Auflösung des Vereins können künftig die vorhandenen personellen Kräfte und Ideen auf optimale Weise gebündelt werden.
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