Das Projekt
In einem modernisierten Wohnhaus am Fuhlsbütteler Damm 83 entstehen derzeit Wohnungen für drei Wohn-Pflegegemeinschaften mit jeweils 8 Mieterinnen und Mietern. Bei den künftigen Mieterinnen und Mieter handelt es sich um pflegebedürftige Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Sie leben derzeit noch in einem Pflegeheim der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll, das mit dem Umzug der Bewohner in das Wohnhaus am Fuhlsbütteler Damm aufgelöst wird.
Die Stiftung beschreitet damit einen Weg, der bundesweit einmalig ist: Die künftigen Mieterinnen und Mieter, die langjährig im Pflegeheim wohnten und betreut wurden, bestimmen selbst über ihren Alltag und ihre Betreuung. Und dies obwohl sie über zum Teil erheblich eingeschränkte Alltagskompetenzen verfügen.
Das funktioniert nur, wenn sie auf vielfältige Weise unterstützt werden: durch einen ambulanten Pflegedienst, der die pflegerische Versorgung übernimmt und durch einen Alltagsmanager, der die Wohngemeinschaft als Ganzes und die einzelnen Mieter im Alltag unterstützt und begleitet.
Durch einen Wohngemeinschaftsbegleiter, der als Moderator die Wohngemeinschaften berät und für Entscheidungsstrukturen in den einzelnen Wohngemeinschaft sorgt.
Und schließlich durch bürgerschaftlich engagierte Wohnpaten, die den einzelnen Mieter/die einzelne Mieterin im Gremium der Wohngemeinschaftsversammlung vertritt.
Die Mieterinnen und Mieter
Sie haben eine meist langjährig chronische psychische Erkrankung und zusätzlich einen somatischen Pflegebedarf. Es überwiegen Defizite in den Alltagskompetenzen und Verhaltensauffälligkeiten aufgrund psychiatrischer Krankheitsbilder.
Die Wohnpaten
Jede Wohngemeinschaft entscheidet über wichtige Fragen des Wohngemeinschaftsalltags:
- Welcher Pflegedienst wird ausgesucht?
- Welche Möbel für die Gemeinschaftsbereiche werden angeschafft?
- Welche Deko der Gemeinschaftsbereiche wird ausgewählt?
- Welche Atmosphäre in der WG ist gewünscht?
- Wie könnte ein WG-Alltag aussehen, welche Aktivitäten, welche Angebote sind gewünscht?
Um diese Fragen zu beantworten, treffen sich die Mieterinnen und Mieter regelmäßig im Rahmen einer Wohngemeinschaftsversammlung. Diese Versammlungen finden für jede WG separat statt und werden durch eine erfahrene externe Person professionell moderiert.
Da die Mieterinnen und Mieter über eingeschränkte Alltagskompetenzen verfügen, sind sie auf individuelle Unterstützung durch weitere Personen angewiesen. Das können Angehörige sein, gesetzliche Betreuer oder eben bürgerschaftlich engagierte Wohnpaten.
Die Wohnpaten werden durch den Mieter oder dessen vertretungsberechtigten Angehörigen oder gesetzlichen Betreuer bevollmächtigt, als vollwertiges Mitglied an den Sitzungen der WG-Versammlung teilzunehmen und dort die Interessen des Mieters in allen belangen der Wohngemeinschaft zu vertreten.
Wir möchten Sie als Wohnpaten gewinnen. Sie sollten die folgenden persönlichen Voraussetzungen für das Amt mitbringen:
- Persönliche Integrität
- Einfühlsamkeit
- Erfahrungen im Ehrenamt
- Kommunikationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
Der zeitliche Umfang beträgt ca. 2 Stunden pro Woche.
Was bieten wir Ihnen?
Wenn Sie sich als Wohnpate engagieren, arbeiten Sie in einem einmaligen und spannenden Projekt mit – und dies von Anfang an!
Es steht Ihnen als ständiger Ansprechpartner eine Mitarbeiterin zur Verfügung. Sie nehmen an internen Fortbildungen teil, die durch qualifiziertes sozialpädagogisches Personal aus unseren Einrichtungen durchgeführt werden.
Hier vermitteln wir Ihnen Wissensinhalte über den Umgang mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder frischen Ihr vorhandenes Wissen auf.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann zögern Sie nicht anzurufen. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Sabine Brahms (Telefon: 040 533 228 14 12)
Wir freuen uns auf Sie!


